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TARUK gratuliert der Ombili-Stiftung zum 30-jährigen Bestehen

TARUK gratuliert der Ombili-Stiftung zum 30-jährigen Bestehen

Afrika, Aktuelles, Namibia

Afrika: Die Wiege der Menschheit. Hier lebt eines der ältesten Völker der Erde, die San. Die erste Besiedlung des südlichen Afrika durch die San reicht etwa 60.000 Jahre zurück. Ihr Verbreitungsgebiet reichte bis nach Äthiopien und Somalia.

Wissen aus vielen Jahrtausenden geht verloren

Die San waren Jäger und Sammler, ihr Jahrtausende altes Wissen um die Zusammenhänge in der Natur sind enorm. Nicht selten legten sie bei ihren Jagdzügen bis zu 4.000 Kilometer im Jahr zurück. Doch heute gibt es keinen Platz mehr für Nomaden. Das Land ist aufgeteilt, die Kultur und die Rechte der San sind stark eingeschränkt. Ohne Unterstützung ist ihre Kultur vom Aussterben bedroht.

Noch etwa 100.000 San leben im gesamten südlichen Afrika – in Namibia sind es rund 38.000. TARUK unterstützt das wichtige Anliegen der Ombili-Stiftung in Namibia, die Jahrhunderte alten Traditionen der San in einer veränderten Umwelt zu bewahren. In dem folgenden Film erklären wir, warum es so wichtig ist, die Kultur und das Wissen der San für die Nachwelt zu bewahren.

TARUK veranstaltet seit 1989 Reisen ins südliche Afrika und ist damit genauso alt wie die Ombili-Stiftung. In kleinen Gruppen mit maximal 12 Personen und einheimischer Reiseleitung erkunden TARUK-Gäste die Natur und Kultur Afrikas – und natürlich auch Namibias. Die Begegnung mit den Ur-Völkern Namibias ist für Gründer Johannes Haape unverzichtbar:

„Indem wir Entwicklungs- und Integrationsinitiativen wie Ombili in unser Programm aufnehmen, tragen wir zum Schutz der kulturellen Vielfalt bei. Unsere Gäste wünschen sich zu Recht, in dem Land, das sie bereisen, eine intakte, facettenreiche Gesellschaftsstruktur vorzufinden.“

TARUK-Gäste besuchen auf den Reisen „Wüstenträume“ und „Welwitschia“ die Ombili-Stiftung bei Tsumeb. Bei einer Führung erhalten sie umfassende Einblick in die veränderten Lebensumstände der San. Auf dem Gelände steht eine große Ackerfläche zur Verfügung, auf der sie Gemüse- und Kräuteranbau erlernen.

Besuch in der Ombili-Stiftung mit Führung durch die Gärten. Bild: Peter Kästner, TARUK Teilnehmer Namibia Reise Welwitschia

In der Schule lernen die Kinder Lesen und Schreiben. Neben einer Grundschule mit angeschlossenem Internat gibt es auch eine Vorschule und Seminarräume für die Erwachsenenbildung. In einer modernen Küche wird das Essen für die Kinder zubereitet, eine eigene Bäckerei sorgt für frisches Brot und Backwaren.

Schule & Auto: Neue Projekte brauchen Unterstützung

Die medizinische Station hilft bei Erkrankungen und etliche Werkstätten sorgen für Einnahmequellen und praktische Bildung der jungen Menschen. Es sind Werkstätten für Reparaturen, Textildruck, Kunsthandwerk, eine Nähwerkstatt, eine Gartenwerkstatt und eine Anlage zur Produktion von Lehmziegeln vorhanden. Dadurch findet das Familienleben in festen Wohnhäusern statt, die mit Betonböden ausgestattet sind.

Derzeit laufen beim Freundeskreis Ombili zwei Spendenprojekte. Die Vorschule ist gefährdet, seit die Regierung die finanzielle Unterstützung gestrichen hat. Wichtig ist die vorschulische Bildung vor allem, um den San, die mit ihren jeweiligen Stammessprachen aufwachsen, das in der Grundschule notwendige Englisch und Afrikaans zu vermitteln.

Außerdem wird Unterstützung für einen neuen Pickup-Truck gesammelt. Der derzeitige Wagen, der für Personentransporte und Versorgungsfahrten genutzt wird, gibt nach über 500.000 Kilometern langsam aber sicher seinen Geist auf und erfüllt nicht die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen.

San Kinder während des Besuches der Ombili Stiftung. Bild: Klaus Peter Weiss TARUK Teilnehmer Namibia Reise Welwitschia

Die Kultur der San öffnet ein Fenster in die Vergangenheit. Ihre Tradition zu erhalten, und ihnen ein Leben in modernen Zeiten zu ermöglichen, ist eine Herausforderung, der sich die Ombili-Stiftung verschrieben hat. Wer mehr über die Stiftung erfahren möchte, kann sich auf der Internetseite des deutschen Fördervereins informieren oder mit TARUK das Leben der San hautnah miterleben. Auch wir möchten den San ihren beschwerlichen Weg in die Zukunft ebnen. Aus diesem Grund unterstützen wir seit langem die Ombili-Stiftung.
Wir gratulieren zum 30-jährigen Bestehen!

Ombili bedeutet: Frieden

Im März 1989 begann die Ombili-Stiftung mit ihrer Arbeit im Norden Namibias, wo die Buschleute vom Stamm der Haikom einst als Jäger und Sammler umherzogen. Die Hauptanliegen der Stiftung sind Bildung,Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die kulturelle Selbstbestimmung der San. Die Stiftung betreibt eine Vorschule und sogar eine Grundschule samt Internat. 1993 fand der erste Unterricht statt. Ein Kindergarten wurde 1994 eröffnet. Später kamen auch Seminarkurse für die Erwachsenenbildung dazu. Die Schüler erhalten praktische Fertigkeiten als Gärtner, Mechaniker und Kunsthandwerker. Weitere Arbeitsmöglichkeiten bieten Werkstätten für Reparaturen, Textildruck, Kunsthandwerk, eine Nähwerkstatt, eine Gartenwerkstatt und eine Bäckerei in der Internatsküche. Der Garten, Acker und die Rinderherde versorgen das Internat und die Dorfgemeinschaft, die derzeit aus etwa 600 San besteht, mit frischen Lebensmitteln, die auch auf dem Markt verkauft werden.

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