Ombili-Stiftung in Namibia: Kulturelle Vielfalt und Schutz von Minderheiten

Ombili-Stiftung in Namibia: Kulturelle Vielfalt und Schutz von Minderheiten

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Die faszinierenden Aspekte fremder Kulturen kennenzulernen, macht den Reiz einer Reise in ein fernes Land aus. Doch diese Kulturen müssen aktiv geschützt werden. Sie müssen in einer globalisierten Welt überleben können, ohne ihre uralten Traditionen und Gewohnheiten abzulegen oder zu verlieren.

Mit den realen Bedrohungen des “zivilisierten Westen”, kämpfen die Ureinwohner des südlichen Afrikas heute. Doch schon seit Jahrhunderten müssen die San-Buschleute ihre Kultur und Lebensweise verteidigen. Als Jäger und Sammler hatten sie den aus Zentralafrika einwandernden Ackerbauern und Viehhirten wenig entgegenzusetzen. Ganz zu schweigen von den weißen Siedlern, die sich ab dem 17. Jahrhundert das Land und seine Rohstoffe systematisch und ohne nennenswerte Skrupel zu eigen machten.

Uraltes Wissen: Die Kunst des Überlebens

Heute sind nur noch wenige San mit den Traditionen und Bräuchen ihrer Vorfahren vertraut, die als Meister der Jagd und des Fährtenlesens galten. Zur Überlebensstrategie der Ur-San gehörte auch die Fähigkeit, selbst in den rauesten und trockensten Gebieten des Subkontinents leben zu können. Anhand der Vegetation erkannten sie, wo Wasser zu finden war, und jede Sippe wusste, gegen welches Leiden welches Heilkraut gewachsen war.

Lebten zu Beginn der modernen Zeitrechnung ca. 300.000 San im südlichen Afrika, so sind es heute gerade mal 100.000. Die meisten Buschleute leben in Botswana (49.000) und Namibia (38.000). Für die überwältigende Mehrheit der San-Minderheit ist an einen traditionellen Lebenswandel als Jäger und Sammler nicht zu denken. Das moderne Siedlungssystem beraubt sie ihrer ursprünglichen Lebensgrundlage und zwingt sie zur Sesshaftigkeit. Dass sich das Rad der Zeit nicht zurückdrehen lässt, müssen selbst Optimisten erkennen.

Vorbildliche gemeinnützige Hilfe durch die Ombili-Stiftung

Doch dank des Engagements einer gemeinnützigen Organisation gibt es Hoffnung, dass die San in die moderne namibische Gesellschaft des 21. Jahrhunderts integriert werden können. Und zwar ohne, dass ihr kulturelles Erbe in Vergessenheit gerät. Im März 1989 nahm die Ombili-Stiftung ihre Arbeit im Norden Namibias auf. Sie gründete sich in einem Gebiet, in dem die Buschleute vom Stamm der Haikom einst als Jäger und Sammler umherzogen.

Aus bescheidenen Anfängen hat sich im Laufe der Jahrzehnte ein formidabler Betrieb auf einem 10.000 Hektar großen Stück Land entwickelt, das vielen San-Familien neben einer Heimat auch ein finanzielles Auskommen sichert.

Durch Bildung zum eigenen Einkommen

Die Stiftung betreibt einen Kindergarten, eine Vorschule und sogar eine Grundschule samt Internat. Junge Erwachsene erlernen praktische Fertigkeiten als Mechaniker und Kunsthandwerker. Es gibt auch eine Werkstatt für Textildruck und eine Anlage zur Fertigung von Lehmziegeln. Sogar als Ackerbauern und Viehzüchter machen viele Buschleute heute eine ausgesprochen gute Figur.

Kinder in der Ombili-Stiftung, fotografiert von TARUK-Gast Wolfgang Hallbauer

Der Tourismus ist eine wichtige Einkommensquelle für die Stiftung. Die Besucher können sich im Busch sowie in einem eigens für touristische Zwecke errichteten „lebenden Museum“ die Geschichte der San zeigen lassen. Speziell geschulte San-Guides veranschaulichen,  wie die Vorfahren der heutigen Buschleute Jagd auf Oryx- und Elenantilopen machten, Medikamente herstellten und Hütten errichteten.

TARUK unterstützt zahlreiche karitative Projekte

Mit der Unterstützung der Ombili-Stiftung leistet TARUK seinen Beitrag zum Erhalt der kulturellen Diversität in Namibia. Sowohl die 20-tägige Tour „Welwitschia“ mit ca. 60 Terminen pro Jahr als auch die „Wüstenträume“-Rundfahrt machen Station auf Ombili. Vor Antritt ihrer Reise erfahren die Gäste von TARUK, welchen Beitrag sie leisten können, um das Integrationsprojekt über die Entrichtung ihrer Eintrittsgebühren hinaus zu unterstützen.

„In den Ländern, die wir mit unseren Gästen bereisen, leben die unterschiedlichsten Kulturen. Leider herrscht aber nicht überall ein soziales Gleichgewicht“, weiß TARUK-Geschäftsführer Johannes Haape. „Indem wir Entwicklungs- und Integrationsinitiativen wie Ombili in unser Programm aufnehmen, tragen wir zum Schutz der kulturellen Vielfalt bei und stärken überdies unsere Produkte. Unsere Gäste wünschen sich nämlich zu Recht, in dem Land, das sie bereisen, eine intakte, facettenreiche Gesellschaftsstruktur vorzufinden.“

Die Ombili-Stiftung, die in Deutschland einen sehr aktiven Förderverein betreibt, ist nicht die einzige gemeinnützige Initiative, die TARUK unterstützt. So besuchen die Teilnehmer der Rundreise „Moringa“ in Tsumeb das Arts Performance Centre. Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, sozial benachteiligten Kindern durch das Erlernen verschiedenster Musikinstrumente eine Perspektive und Stabilität zu bieten. Auch die länderübergreifende Tour „Savannengras“ macht Halt am Arts Performance Center.

Unser Beitrag für soziale Stabilität

Indirekt leistet TARUK auf vielen seiner Reisen ebenfalls einen Beitrag zur sozialen Stabilität. Der Besuch und die Übernachtung auf der n’Kwazi-Lodge, die zu den Unterkünften der 20-Tage-Rundfahrt „Kaoko-Caprivi“ zählt, steht exemplarisch hierfür: Ein Teil der Einkünfte, die die Lodge am Ufer des Kwando-Flusses erwirtschaftet, fließt in die Mayana-Mpoza-Stiftung, die mit dem Geld ihrerseits Gemeinden, Kirchen und Schulen in der Nachbarschaft unterstützt.

Doch nicht nur in seinen Zielgebieten in Afrika engagiert sich TARUK für den Schutz sozial benachteiligter Menschen. Auch in Asien und Lateinamerika machen die Gäste Station bei Initiativen, die sich den Schutz von Minderheiten zur Aufgabe gemacht haben. Mehr hierzu erfahren Sie auf im Reiseverlauf der jeweiligen Tour, für die Sie sich interessieren.

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