Neue UNESCO-Welterbestätten Ahmedabad und Khomani

Caputh, 12. Juli 2017 – Das UNESCO-Welterbekomitee hat dieser Tage 21 Stätten in die Liste des Welterbes aufgenommen, darunter die Altstadt von Ahmedabad (Indien) und die Kulturlandschaft der ǂKhomani (Südafrika). Der außergewöhnliche, universelle Wert der Stätte und ein Managementsystem, das die Erhaltung des Erbes für zukünftige Generationen sicherstellt, sind unter anderem Kriterien für die Aufnahme in diese Liste. Damit einher geht auch die Verpflichtung, die Welterbestätten zu schützen und zu bewahren.

Altstadt von Ahmedabad (Indien)
Die indische Stadt Ahmedabad wurde im 15. Jahrhundert gegründet und weist noch heute ein reiches architektonisches Erbe auf, darunter die Zitadelle von Badhra, die Mauern und Tore der befestigten Stadt, zahlreiche Moscheen sowie bedeutende Hindu- und Jain-Tempel späterer Zeit. Sie bildet den Startpunkt unserer Reise Ganesha; Mahatma Gandhi hat von 1915-1933 hier gelebt und seinen berühmten Salzmarsch begonnen. Er machte das Spinnrad zum Symbol der indischen Unabhängigkeit.

Kulturlandschaft der ǂKhomani (Südafrika)

Die Kulturlandschaft der Khomani liegt im Norden des Landes an der Grenze zu Botswana und Namibia. Die Stätte umfasst ein weitläufiges Gebiet, das sich mit dem Kalahari-Gemsbok-Nationalpark überschneidet. Von der Steinzeit bis heute sind in der Sanddünenlandschaft Belege für die Präsenz des Menschen vorzufinden, die mit der Kultur der San in Verbindung stehen.

Die eingeschriebene Stätte umfasst Zeugnisse der Geschichte, Migration, Lebensgrundlagen und des kollektiven Gedächtnisses der San, die die Anpassungsfähigkeit und Interaktion der San-Gemeinschaften für das Überleben in einem Wüstenklima veranschaulichen. Vertrieben und entfremdet, sind die San heutzutage im südlichen Afrika nur noch eine Minderheit. So versucht beispielsweise die Ombili-Stiftung in Namibia, die TARUK-Gäste auf einigen Reisen besuchen, die jahrhundertealten Traditionen dieser afrikanischen Ureinwohner in einer veränderten Umwelt zu bewahren.

Mehr zu den 21 neuen UNESCO-Welterbestätten unter dem Link http://www.unesco.de/kultur/welterbe/welterbestaetten/welterbeliste.html.