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Serie zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 – Argentinien Serie zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 – Argentinien

Serie zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 – Argentinien

Gestern hat die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland begonnen. Die Gastgeber haben mit einem 5:0-Kantersieg gegen Saudi-Arabien vorgelegt. Die Messlatte hängt hoch, die Vorfreude auf eine torreiche WM könnte kaum größer sein. Auch wenn TARUK 36 Länder auf vier Kontinenten bereist, nach Russland führt (noch) keine deutsch geführte Rundreise mit dem Kleingruppenspezialist. Wir wollen Ihnen hier die Fußballteams der Länder vorstellen, in denen wir Rundreisen anbieten. Den Anfang macht heute Argentinien, das auf der großen Südamerika-Rundreise ‘El Condor Pasa’ und als Verlängerung der Chile-Rundreise ‘Glockenblume’ entdeckt werden kann.

Lionel Messi als alleiniger Hoffnungsträger

Immer wieder gehört Argentinien zum erweiterten Favoritenkreis bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Obwohl Argentinien eine der erfolgreichsten Nationen ist, stehen sie in den letzten Jahren nicht mehr auf dem Experten-Zettel der Top-Anwärter auf den Titel. Das könnte daran liegen, dass der öffentliche Fokus ausschließlich auf Superstar Lionel Messi liegt. Von ihm wird erwartet, dass er sein Team alleine zum nächsten Titel führt. Dabei stehen mit Javier Mascherano, Angel di Maria, Sergio Aguero und Gonzalo Higuain weitere Spieler mit internationaler Klasse im Kader.

Die Schmach der ‘Hand Gottes’

Im Gegensatz zu Deutschland, das seit zwölf Jahren mit Joachim Löw auf den gleichen, sehr erfolgreichen Cheftrainer baut, hat Argentinien in den letzten zehn Jahren sechs Trainer verschlissen. Nach Diego Maradona (2008–10) kamen Sergio Batista (2010–11) und Alejandro Sabella (2011–14) ins Amt. Darauf nahmen Gerardo Martino (2014–16), Edgardo Bauza (2016–17) und seit 2017 Jorge Sampaoli auf dem wackligen Trainerstuhl Platz. Selbst der in Argentinien trotz Fett- und Kokainsucht als Gott verehrte Diego Maradona schaffte keine Konstanz und erlebte am 03.07.2010 in Kapstadt seine schwärzeste Stunde als Trainer der Nationalelf.

In einem aus argentinischer Sicht dramatischen Viertelfinale bei der WM 2010 in Südafrika gingen die Südamerikaner mit 0:4 gegen Deutschland unter. Das denkwürdige Spiel markierte gleichzeitig das Ende der kurzen Nationaltrainerkarriere des Diego Maradona.

Die Albiceleste und ihr deutsches Finaltrauma

Als Touristen sind Deutsche jederzeit willkommen. Wenns um das rollende Leder geht, sind die Argentinier eher nicht so gut auf uns zu sprechen. Immerhin haben sie die letzten drei Spiele bei einer Weltmeisterschaft allesamt gegen Deutschland verloren. Die Tragödie nahm nach 1986 ihren Lauf. Damals – mit Maradona als überragendem Spieler – gewann Argentinien mit 3:2 im WM-Finale von Mexiko-Stadt und holte seinen letzten großen Titel. Seitdem warten die Gauchos auf einen Sieg gegen Deutschland bei einem WM-Turnier.

Der ominöse Spick-Zettel

Gleich bei der nächsten WM standen sich die beiden Schwergewichte des Fußballs erneut im Finale gegenüber. In Rom gelang Nationaltrainer Franz Beckenbauer mit seinem Team die Revanche. Seine Elf siegte mit 1:0 und entzauberte die Südamerikaner um Diego Maradona. Es dauerte 16 Jahre bis es erneut zu einem Duell kam. Den meisten wird das dramatische Viertelfinale bei der sommermärchenhaften Heim-WM noch in guter Erinnerung sein. Nach 120 Minuten stand es 1:1, das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Jens Lehmann, der überraschend für Oliver Kahn Keeper Nummer 1 war, erhielt einen Zettel mit Hinweisen zu den argentinischen Schützen und hielt prompt zwei Elfmeter. Deutschland gewann 4:2 und zog ins Halbfinale ein. Übrigens gewann das DFB-Team damit bereits das vierte Elfmeterschießen seiner WM-Geschichte nach 1982 (5:4 gegen Frankreich), 1986 (4:1 gegen Mexiko) und 1990 (4:3 gegen England) wohingegen Argentinien sein erstes Elfmeterschießen bestritt. Die deutsche Treffsicherheit bei Weltmeisterschaften ist bemerkenswert: Erst ein Schuss ging daneben (1982 von Uli Stielicke).

Das dritte Finale

Das nächste Aufeinandertreffen folgte 2010 und sollte ganz anderer Natur werden. Nach einem furiosen 4:1-Sieg gegen England überrannte Deutschland auch die Südamerikaner im Viertelfinale mit 4:0. Die höchste Niederlage einer argentinischen Mannschaft gegen Deutschland kostete Diego Maradona wie erwähnt den Job. 24 Jahre nach dem Endspiel 1990 sollten sich Argentinien und Deutschland zum dritten Mal in einem Finale gegenüberstehen – so oft wie keine anderen Teams. Im legendären Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro gewann das Team von Jogi Löw in der Verlängerung mit 1:0. Deutschland sicherte sich seinen vierten Weltmeistertitel und wurde endgültig zum Angstgegner der Albiceleste.

Der Spitzname der Argentinier leitet sich im Übrigen von den Nationalfarben ab. “La Albiceleste” heißt nichts anderes als die Weiß-Himmelblauen. Entstanden ist die Flagge mit der Maisonne im Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien im frühen 19. Jahrhundert. Als “Gauchos” wird die argentinische Nationalmannschaft dagegen nur im deutschsprachigen Raum bezeichnet.